Facharbeit Teil 3: Rokoko

In Teil 1 meiner Facharbeits-Reihe habe ich euch das genähte antike Kleid gezeigt, in Teil 2 folgte das Barock-Kleid. In dem dritten Teil will ich euch nun meine Umsetzung eines Rokoko-Kleides zeigen. Erstmal ein bisschen Theorie:

Nach dem Barock nahmen verspieltere Elemente, zarte Farben und fernöstliche Seidenstoffe Einzug in die Mode. Der Reifrock wuchs zunächst auf riesige Ausmaße und wurde dann langsam immer kürzer, bist er schließlich nur noch aus zwei körpchenähnlichen Gestellen an der Seite bestand, den „Paniers“. Darauf folgte der „Cul de Paris“ oder auch „Cul de Crin“.  Man band sich Pölsterchen oder Reifengestell um die Hüften, um das Hinterteil zu betonen.

Diese Vergrößerung des Hinterteils ist auch auf Jean-Frederic Schalls „Portrait of a lady“ zu erkennen, wie auch die zu dieser Zeit vorherrschende Verwendung von Pastelltönen wie zartem Rosa. Auch Rüschen und kleine Schleifen erfreuten sich großer Beliebtheit, sowie weiße oder gräuliche Haare.

Dieses Kleid besteht aus einem rosa Rock, einem darüber liegenden durchscheinenden Rock mit Rüschen und einem langärmlichen Oberteil mit Schleppe und goldenem Kragen.
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Das Oberteil war eine kleine Herausforderung und ich musste mehrere Probestücke nähen.

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Hier noch ein paar Details: einmal verschiedene Größen für das Popokissen, die ich ausgetestet habe. Dann noch ein Bild vom Nähprozess und noch ein Detail-Bild der Strümpfe, die sind nämlich wirklich niedlich geworden 😉

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Neben dem fertigen Kleid habe ich noch den passenden Hut angefertigt, sowie einen Fächer und den Hintergrund. Der Hintergrund sind dabei zwei bemalte Leinwände.

Die Wig ist übrigens die Stock-Wig von Calypso, die sich Mimi hier ausgeborgt hat 🙂

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