DIY: Einhornkostüm

Mein diesjähriges Faschingskostüm war ein Einhorn und ich hab ein kleines DIY für euch vorbereitet:

Der Haarreif: 

  • Fimo air (gibt es lufttrocknend und für die Mikrowelle, da ich ein ungeduldiger Mensch bin, hab ich mich für das für die Mikrowelle entschieden) Ich habe eine 125 g Packung für 3,99€ gekauft und etwas mehr als die Hälfte verbraucht.
  • einen Haarreif
  • goldene Acrylfarbe
  • Cutter, Heißklebepistole, Pinsel

Zunächst wird aus dem Fimo ein Horn gebastelt. Dafür formt man zwei Eiszapfen und verdreht diese. Wenn das Fimo air zu trocken wird, Finger in Wasser tauchen und geschmeidig kneten. Unten am Horn eine gerade Fläche abschneiden, so dass es gut auf den Haarreif zu kleben ist. Trocknen lassen (oder in die Mikrowelle stecken, wenn es Mikrowellen-Fimo ist).
Ich habe noch Öhrchen gebastelt, die sind aber nicht unbedingt notwendig. Dafür eine Kugel rollen, halbieren, die Halbkugeln flach drücken und zu einer Ohrform drücken. Restliches Fimo luftdicht verpacken und aufräumen.
Wenn das Fimo getrocknet ist, wird das Horn mit goldener Farbe bemalt. Die Öhrchen habe ich aus einer Mischung aus Gold und Weiß bepinselt. Das Innere von den Ohren wird rosa, da ich zu faul war aus dem Keller meine anderen Acrylfarben zu holen, habe ich die Stelle mit weißer Farbe bepinselt und pinken Lidschatten in die noch  feuchte Farbe getupft.

unicorn

Jetzt kommt der Haarreif zum Einsatz. Wenn er mit hübschen Stoff bezogen ist, könnt ihr direkt darauf das Horn kleben. Andernfalls bezieht ihr ihn ab (oder benutzt gleich Haarreif-Rohlinge aus dem Internet wie ich) und bezieht ihn mit neuen Stoff. Ich habe ihn mit Tüll umwickelt. Befestigt habe ich alles mit ordentlich viel Heißkleber.
Wenn euer Horn und der Haarreif fertig getrocknet sind, klebt ihr das Horn mit einer großen Menge Heißkleber fest. Gut andrücken, aushärten lassen und es sollte bombenfest sitzen. Ich habe noch die Öhrchen festgeklebt und fertig ist euer Einhorn-Haarreif.

haarreif

Das Tütü:

  • pinkes Tüll (ich habe 6 Meter gekauft, es sollte aber auch weniger reichen)
  • ein Gummiband (wie breit ist eigentlich egal, aber allzu schmal sollte es nicht sein)

Hier habe ich mich etwas ärgern müssen. Tüll ist wirklich anstrengend in der Verarbeitung: man kann es nicht richtig feststecken, es läd sich bischen elektrisch auf und „klebt“ dann überall fest, wenn man es zu viel anfässt und das Schlimmste: es zieht Fussel magisch an.
Mein Plan war: ich Drittel den Stoff der Breite nach und habe drei gleich breite je 6 Meter lange Bahnen. Die halbiere ich, so dass ich  sechs je 3 Meter lange Bahnen habe. Dann kräusel ich alles, näh alles aufeinander, kräusel nochmal, nähs an das Gummiband und fertig.
So war die Theorie. In der Praxis hat sich gezeigt, dass Tüll einfach unglaublich anstrengend ist und der fertige Rock ist einfach unglaublich dämlich gefallen und stand bescheuert ab.  Ich habe den Rock dann gekürzt und viel mit der Hand an den Falten herumgenäht und jetzt sieht er einigermaßen passabel aus.

tutu

Daher würde ich jedem diese Technik (hier ist noch ein schönes Tutorial) empfehlen. Ich muss gestehen, dass ich es selbst noch nicht ausprobiert habe, aber es scheint mir um einiges Nerven-schonender zu sein, als meine Variante. Dabei knotet man Tüllstreifen an ein Gummiband und es funktioniert ganz ohne Nähen. Mein nächstes Tüllröckchen wird auf jeden Fall auch mit dieser Technik entstehen.

makeup

 

Haare und Make-up:

Ganz vorneweg: ich bin was Make-up angeht ein absoluter Anfänger, daher ist mein Einhorn-Gesicht ziemlich dilettantisch.

Meine Haare sind noch Rosa von meinem letzten Directions-Versuch und ich hab sie einfach zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden.

 

 

 

Zusatz: Der Regenbogen:

Mein Freund begleitete mich als Regenbogen. Dafür habe ich wieder einen Haarreif benötigt und auf diesen einen Karton in Regenbogenform geklebt. Bemalt wurde der Karton dann mit Acrylfarben.
Die Form für den Regenbogen lässt sich ganz leicht selbst aufzeichnen. Ihr nehmt den Haarreif und setzt ihn auf, Dadurch dehnt er sich etwas. Jetzt versucht ihr den Haarreif in ungefähr dieser Dehnung abzunehmen und auf den Karton zulegen. Diese Form zeichnet ihr ab und malt in einem gewissen Abstand (so breit wie euer Regenbogen sein soll) einen zweiten Bogen. Dann schneidet ihr alles aus. Macht den inneren Bogen, da wo später der Haarreif hingeklebt wird, lieber etwas zu klein für den Anfang.
Damit der Bogen stabil ist, habe ich zwei dickere Kartons aneinandergeklebt.
Dann macht ihr den Feinschliff, indem ihr den Haarreif aufsetzt und den Karton darauf steckt. So könnt ihr immer ein kleines Stücken mit einem Cutter wegschneiden, bis der Bogen gut auf euren Kopf passt. Der Regenbogen wird dann von beiden Seiten bemalt und anschließend nur oben am Bogen ordentlich mit Heißkleber festgeklebt. Der Reifen dehnt sich immer wenn ihr in aufsetzt und beim Abnehmen geht er in seine ursprüngliche Form zurück, so dass der Bogen nicht komplett aufgeklebt werden kann.

rainbow

Der Regenbogen war eine ziemliche last-Minute-Aktion, so dass er nicht ganz  akkurat gearbeitet ist.

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